Anschlusslösung für 9-Euro-Ticket in Niedersachsen

Neue Osnabrücker Zeitung

Osnabrück (ots)

Anschlusslösung für 9-Euro-Ticket in Niedersachsen

Ministerpräsident Weil kündigt Schüler- und Azubi-Ticket für 30 Euro im Monat an

Osnabrück. In der Kontroverse um eine Anschlussregelung an das 9-Euro-Ticket ab September hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) einen konkreten Vorschlag unterbreitet: Vor allem Schüler, Auszubildende und ehrenamtlich Tätige sollen weiterhin von einem subventionierten Fahrschein profitieren, sagte Weil der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Weitere Bevölkerungskreise könnten später hinzukommen.

Weil sagte: „In Niedersachsen konzentrieren wir uns vor allem auf Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende.“ Gerade in dem Alter sei man ja besonders mobil, und es werde auch Mobilitätsverhalten geprägt – also, ob bevorzugt auf das Auto oder auf Bahnen und Busse gesetzt werde. Der SPD-Politiker sagte weiter: „Deswegen wollen wir versuchen, dass wir für junge Leute sehr günstige Angebote bieten, beispielsweise mit dem Schüler- und Azubi-Ticket für 30 Euro im Monat – das Land gibt dafür 25 Millionen Euro in diesem Jahr und ab kommenden Jahr 30 Millionen jährlich.“

Weil schränkte allerdings ein: „Ich wünsche mir sehr, dass wir vom Bund doch noch Signale für eine Weiterfinanzierung erhalten. Dann werden wir gerne eine Anschlusslösung für Norddeutschland vorschlagen, aber meine Hoffnung ist gering, weil sich FDP-Bundesfinanzminister Lindner an dieser Stelle bereits sehr festgelegt hat.“

Es gebe zudem einen Tarifdschungel zwischen Bremen und Niedersachsen, aber vor allem auch innerhalb Niedersachsens. Der Ministerpräsident sagte: „Wir haben mehr als 30 Tarifverbunde, das ist viel zu viel, jedenfalls dann, wenn jeder sein eigenes Tarifsystem hat. Ich möchte, dass ein ,Ticket für alle‘ vernünftig funktionieren kann bei uns im Flächenland.“ Bahnen und Busse würden attraktiv, wenn die Nutzung nicht nur auf einen Tarifverbund beschränkt sei, sondern ein Ticket grenzüberschreitend genutzt werden könne.

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Quelle: Presseportal.de

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*