„Berliner Morgenpost“: Geduld für gute Ideen / Kommentar von Joachim Fahrun zum ICC

BERLINER MORGENPOST

Berlin (ots)

Kurzform: Nun also ein neuer Versuch: Der Senat macht sich auf die Suche nach Menschen oder Unternehmen, die sich vorstellen können, das Internationale Congress Centrum (ICC) aus dem Dornröschenschlaf zu wecken. Schnelle Erfolge sind in einem solchen Konzeptverfahren nicht zu erwarten. Aber es ist gut, das Problem nun strukturiert anzugehen. Die Stadt hat so lange gewartet, dass es nun kaum noch etwas ausmacht, erst in drei oder vier Jahren Ergebnisse zu sehen. Mit Schnellschüssen wäre niemandem gedient. Das Ziel aber, eine Berliner Architekturikone wieder mit Leben zu füllen, ist Zeit und Aufwand allemal wert.

Der vollständige Kommentar: Nun also ein neuer Versuch: Der Senat macht sich auf die Suche nach Menschen oder Unternehmen, die sich vorstellen können, das Internationale Congress Centrum (ICC) aus dem Dornröschenschlaf zu wecken. Schnelle Erfolge sind in einem solchen Konzeptverfahren nicht zu erwarten. Aber es ist gut, das Problem nun strukturiert anzugehen. Die Stadt hat so lange gewartet, dass es nun kaum noch etwas ausmacht, erst in drei oder vier Jahren Ergebnisse zu sehen. Mit Schnellschüssen wäre niemandem gedient. Das Ziel aber, eine Berliner Architekturikone wieder mit Leben zu füllen, ist Zeit und Aufwand allemal wert.

Gut ist, dass Wirtschaftssenator Stephan Schwarz (parteilos, für SPD) neue Wege geht: Er will kein Steuergeld in den Neuanfang stecken. Bisher war von 200 Millionen Euro die Rede. Dass er das Gebäude verkaufen und das Grundstück für 99 Jahre in Erbpacht vergeben möchte, macht es Investoren sicherlich leichter, ein solches Projekt zu stemmen. Die Erlaubnis, das Parkhaus abzureißen und dort neu und eventuell sogar ein Stück in die Höhe zu bauen, kann in einer Gesamtkalkulation ebenfalls helfen.

Dass es nicht mehr unbedingt erforderlich scheint, vor jedem anderen Schritt alle Schadstoffe aus dem ICC zu entfernen, macht es allen Beteiligten leichter, mit neuen Nutzungen auf ihre Kosten zu kommen. Wichtig auch, dass der Senator sich bereits mit den Denkmalschützern ins Benehmen setzte und dort auf eine gewisse Offenheit für flexible Lösungen gestoßen ist. Eine Architekturdenkmal, das tot vor sich hin rostet, nutzt der Stadt gar nichts. Man kann nur wünschen, dass die geballte internationale Kreativität auch für Berlins Problemimmobilie ausreicht.

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