Berliner Morgenpost: Thema nicht zu Ende gedacht / ein Kommentar von Patrick Goldstein …

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Berlin (ots)

Es soll etwas geschehen im Görlitzer Park. Endlich. Der schwarz-rote Senat investiert Millionen in Maßnahmen, die sich in materieller und personeller Ausstattung zeigen sollen. Im bezirksübergreifend ausgerichteten Gesamtpaket von 31 Millionen Euro soll der Hauptanteil in den Ausbau von Drogenhilfe und Sozialarbeit fließen – wie es Anwohner, Experten, Eltern und Bezirkspolitik seit Jahren fordern.

Während in Berlin noch über Sinn und Wirksamkeit eines Park-Zauns heftig gestritten wird, ist man sich mehrheitlich einig, dass vor allem die Betreuung von Süchtigen und die ebenfalls angekündigte angemessene Bereitstellung von Konsumräumen just jene passgenauen Mittel sind, um Berlins Drogenproblem in den Griff zu bekommen.

Was da aber derzeit im Bezirk geschieht, ist erschreckend. Am Schlesischen Tor ist eine Arztpraxis für Suchterkrankte von der Schließung bedroht. Nach mehr als 40 Jahren verlängern die privaten Vermieter den Vertrag nicht mehr. Zeitgleich schloss am Kottbusser Tor im Oktober der Konsumraum von Träger Fixpunkt. Die Etage ist verschimmelt.

Noch bevor der Rettungsplan des Senats greifen kann, brechen den Drogenhelfern vor Ort also dieser Tage schon die letzten Stellungen fort. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und Innensenatorin Iris Spranger (SPD) als Motoren des Sicherheitspakets müssen daher schnell und unbürokratisch für eine Fortsetzung der lokalen Drogenhilfe sorgen, etwa mit Alternativflächen für die bedrohte Suchtpraxis und Konsummobilen nahe dem Kottbusser Tor. Sonst lässt sich die katastrophale Lage in und um den Görlitzer Park bald auch mit noch so vielen Millionen nicht mehr kontrollieren.

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