Berliner Morgenpost: Vermeidbares Ärgernis / ein Kommentar von Beate Kranz zum …

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Berlin (ots)

Das Deutschlandticket ist für viele ein echter Gewinn. Vor allem, weil es bundesweit so unkompliziert funktioniert. Es ist eine Revolution im unübersichtlichen Dschungel aus Tarifen und Zonen der Verkehrsverbünde. Nur noch in Busse oder Bahnen einsteigen, fahren, ohne nachdenken zu müssen. Kein Wunder, dass es schon 11 Millionen Menschen nutzen.

Angesichts dieses Erfolgs ist es umso ärgerlicher, dass es bei manchen der gut 400 Verkehrsunternehmen immer wieder technische Probleme beim Kauf oder bei der Kündigung des Tickets gibt. Verbraucher berichten, dass sie plötzlich zwei Abos haben, weil Kaufvorgänge im Internet abgebrochen wurden. Callcenter sind teils nur schwer erreichbar. Manche Unternehmen verlangen beim Kauf persönliche Online-Kontodaten oder einen Bonitätsnachweis, was beides nicht notwendig ist.

Das alles sorgt verständlicherweise bei Nutzerinnen und Nutzern für Frust. Es schadet nicht nur dem Erfolg des populären Tickets, sondern auch den Unternehmen selbst. Das Deutschlandticket wurde von Bund und Ländern bewusst als rein digitales Angebot angelegt, das man nur im Internet oder per App kaufen kann – und eben nicht an Automaten oder in Papierform. Umso wichtiger ist es deshalb, dass die Technik einwandfrei funktioniert.

Vielleicht hatten kleinere Unternehmen zu Beginn Schwierigkeiten, ihre Verkaufssysteme auf Digitalisierung umzustellen. Mittlerweile ist das D-Ticket jedoch neun Monate am Markt. In diesem Zeitraum müssten die Kinderkrankheiten der Software behoben sein. Die Schonzeit ist vorbei. Der Kauf des D-Tickets muss genauso einfach sein wie die Fahrt damit.

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