Datenklau und Schweigepflicht: Klartext zu den wichtigen Themen im deutschen …

Freie Ärzteschaft e.V.

Berlin (ots)

Die jüngsten Diskussionen um den Austausch der Praxis-Konnektoren und die geplante zentrale elektronische Patientenakte haben es mal wieder gezeigt: in puncto Digitalisierung geht im deutschen Gesundheitswesen Vieles schief. Welche Gefahren diese Projekte für PatientInnen und die ärztliche Schweigepflicht bergen wird daher ein Thema sein auf dem anstehenden Jahreskongress der Freien Ärzteschaft e.V. am 03. Dezember in Berlin (von 10.30 bis 16.00 Uhr, Katholische Akademie, Hotel Aquino, Hannoversche Straße 5b,10115 Berlin).

„Wir wollen auf Risiken hinweisen, darüber diskutieren und auch mögliche Lösungen aufzeigen!“ sagt Wieland Dietrich, Vorsitzender der Freien Ärzteschaft e.V und niedergelassener Dermatologe in Essen. „Die zunehmende Digitalisierung des Gesundheitswesens betrifft früher oder später alle Menschen in Deutschland, nicht nur uns Ärzte.“ Eingeladen zum Kongress sind deshalb auch ausdrücklich Journalistinnen und Journalisten, die sich bislang noch nicht mit der Datensicherheit im Gesundheitswesen beschäftigt haben. Der Datenklau in Australien in diesem Monat habe gezeigt, wie aktuell das Thema ist.

Abschaffung der ärztlichen Schweigepflicht

„Vielen Menschen in Deutschland ist gar nicht klar, was Digital-Projekte wie die elektronische Patientenakte, das e-Rezept oder die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für ihre informationelle Selbstbestimmung und Datensicherheit bedeuten. Das sollte sich schnell ändern“, ergänzt Dr. Silke Lüder, stellvertretende Vorsitzende der Freien Ärzteschaft und niedergelassene Ärztin in Hamburg. „Die aktuell geplante zentral gespeicherte elektronische Patientenakte für Kassenpatienten bedeutet beispielsweise de facto die Abschaffung der ärztlichen Schweigepflicht. Das kann niemand wollen.“ Ein weiteres Thema des Kongresses wird die aktuelle Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) sein. Die Reform der Gebührenordnung für privatärztliche Leistungen ist bisher gescheitert, die Gebührensätze sind seit 26 Jahren nicht angepasst worden.

Online und vor Ort: der Kongress in Berlin

Die Teilnahme am Kongress der Freien Ärzteschaft ist für Pressevertreterinnen und Pressevertreter kostenfrei möglich. Wir freuen uns besonders, dass wir den Kongress in diesem Jahr wieder als Präsenzveranstaltung planen können. Falls Sie nicht in Berlin vor Ort sein können, nutzen Sie bitte unser Online-Angebot: Alle Vorträge und Diskussionsrunden werden per Video-Stream auch live im Internet übertragen. Den Link erhalten Sie kurz vor der Veranstaltung per E-Mail. Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen! Wegen individueller Interviewwünsche sprechen Sie uns gerne an.

Pressekontakt:

Freie Ärzteschaft e.V., Gervinusstraße 10, 45144 Essen (Geschäftsstelle)

Tel.: 0201 / 68 58 60 90, Fax: 06 97 10 45 12 02 25,

E-Mail: mail@freie-aerzteschaft.de, Internet: www.freie-aerzteschaft.de

Ihre Ansprechpartnerin: Marina Müller (Mo – Fr: 8 bis 15 Uhr, mittwochs bis 16 Uhr)

Der Kongress auf einen Blick:

Datum: Samstag, den 03. Dezember 2022, 10.30 bis 16.00 Uhr

Ort: Berlin, Katholische Akademie, Hotel Aquino,

Hannoversche Straße 5b, 10115 Berlin

Programm (Kurzübersicht):

Moderation: Jan Scholz, Ärztenachrichtendienst (änd)

Session 1 (10.30 – 13.00 Uhr)

Vortrag: „Die zentrale elektronische Patientenakte (EPA) und die Entstehung digitaler Doppelgänger: Verlust der Kontrolle über die eigene Identität?“ (Prof. Dr. Reinhard Plassmann, Psychoanalytiker, Tübingen)

Vortrag: „Telematikinfrastruktur und Informationssicherheit – Realität oder Fiktion? (Martin Tschirsich, Datensicherheitsexperte, & Dr. Andre Zilch, Experte für Informationssicherheit und Identitätsmanagement)

Vortrag: „Resilienz in Zeiten digitaler Überwachung – gibt’s noch Chancen, Schweigepflicht und informationelle Selbstbestimmung zu schützen? (Dr. Andreas Meißner, Psychiater und Psychotherapeut, München)

Session 2 (14.00 – 16.00 Uhr)

Vortrag: „Die unendliche Geschichte der neuen GOÄ“ (Stefan Tilgner, PVS-Verband, Berlin)

Vortrag: „Mit der geltenden Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) leben und arbeiten – praktische Realität statt Fata Morgana (Dr. Bernhard Kleinken, Urologe & GOÄ-Experte)

Über die Freie Ärzteschaft e.V.

Die Freie Ärzteschaft e. V. (FÄ) ist ein Verband, der den Arztberuf als freien Beruf vertritt. Er wurde 2004 gegründet und zählt heute mehr als 2.000 Mitglieder: vorwiegend niedergelassene Haus- und Fachärzte sowie verschiedene Ärztenetze. Vorsitzender des Bundesverbandes ist Wieland Dietrich, Dermatologe in Essen. Ziel der FÄ ist eine unabhängige Medizin, bei der Patient und Arzt im Mittelpunkt stehen und die ärztliche Schweigepflicht gewahrt bleibt.

Pressekontakt:

V .i. S. d. P.: Wieland Dietrich, Freie Ärzteschaft e.V.,
Vorsitzender, Gervinusstraße 10, 45144 Essen, Tel.: 0201 68586090,
E-Mail: mail@freie-aerzteschaft.de, www.freie-aerzteschaft.de

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Quelle: Presseportal.de

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