Die IFA bleibt – gut für Berlin / Kommentar von Dominik Bath zur IFA

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Berlin (ots)

Gestritten, fast getrennt und am Ende doch wieder versöhnt. Was sich so liest wie das stark gekürzte Drehbuch einer Seifenoper, ließ sich in den vergangenen Monaten tatsächlich auf die Verhandlungen um die Zukunft der Internationalen Funkausstellung in Berlin übertragen. Doch nun ist tatsächlich vieles gut: Die IFA bleibt in Berlin. Rechteinhaber gfu, Messeveranstalter Clarion und die Messe Berlin einigten sich auf einen neuen Vertrag, der zwar ein Sonderkündigungsrecht nach fünf Jahren einräumt, aber eigentlich über zehn Jahre laufen soll. Die IFA bis 2032 in Berlin – eine gute Nachricht für den Wirtschaftsstandort. Auch wenn die Messe schlechtere Bedingungen akzeptieren muss. Das Landesunternehmen wird in dem neuen Konstrukt nicht mehr Veranstalter sein – die IFA inhaltlich auszugestalten und konzeptionell weiterzuentwickeln, liegt nun bei Clarion und der gfu.Von Clarion darf man in dieser Hinsicht etwas erwarten. Der international tätige Veranstalter muss liefern und zeigen, dass die IFA als stationäre Messe maßgebend ist, auch wenn nun immer mehr im Digitalen stattfindet. Das ist auch im eigenen Interesse Clarions und der gfu: Man wollte mehr Geld verdienen und auch in Sachen Ausrichtung innovativere Wege gehen. Dass die gfu der Meinung war, diesen Aufbruch nicht mehr in dem bewährten Konstrukt gemeinsam mit der Messe hinzukriegen, sollte dem Landesunternehmen jedoch zu denken geben.Die Messe wird nun gefragt sein, auch eigene bestehende Veranstaltungen weiterzuentwickeln – und sie mehr in die Stadt selbst zu tragen. Nur dann dürfte der Messestandort Berlin seine bisherige Relevanz in die Zukunft retten können.

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