Eine neue Coronavirus-Infektionen in Wertheim – Umstellung auf Wechselbetrieb – Gesamt 16 im Main-Tauber-Kreis – Stand 09.12.2020

Gruppe des Kindergartens St. Lioba in Tauberbischofsheim unter Quarantäne

Aufgrund eines Infektionsfalls musste eine Gruppe des Katholischen Kindergartens St. Lioba in Tauberbischofsheim in Quarantäne verfügt werden. 

16 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion (Zahlen 9. Dezember) – Quarantäne in Kindergarten – Neue Verordnungen Schule und Kita

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Mittwoch, 9. Dezember, 16 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt. Die betroffenen Personen leben im Gebiet der Städte und Gemeinden Assamstadt, Bad Mergentheim, Boxberg, Großrinderfeld, Tauberbischofsheim, Weikersheim, Wertheim und Wittighausen. Es handelt sich in zwölf Fällen um Kontaktpersonen zu bekannten Fällen. 13 neu Infizierte befinden sich in häuslicher Isolation, drei Personen werden stationär behandelt. Für ihre Kontaktpersonen wird, sofern noch erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 1608.

Mittlerweile sind fünf weitere und damit insgesamt 1404 Personen wieder genesen. Derzeit sind 186 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 5, Assamstadt: 3 (+1), Bad Mergentheim: 18 (+1), Boxberg: 27 (+2), Creglingen: 3, Freudenberg: 11, Großrinderfeld: 4 (+2), Grünsfeld: 2, Igersheim: 7, Königheim: 8, Külsheim: 5, Lauda-Königshofen: 17, Niederstetten: 2, Tauberbischofsheim: 36 (+4), Weikersheim: 9 (+1), Werbach: 1, Wertheim: 23 (+1) und Wittighausen: 5 (+4).

Sieben-Tage-Inzidenz bei 101,2

Der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Mittwoch, 9. Dezember, bei 101,2. Eine Woche zuvor, am Mittwoch, 2. Dezember, lag er erheblich höher beim bisherigen Höchstwert von 151,8. Die Sieben-Tage-Inzidenz beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (2. bis 8. Dezember) je 100.000 Einwohner, berechnet durch das Gesundheitsamt anhand der tagesaktuellen Fallzahlen.

Quarantäne für Seniorenzentrum St. Barbara Grünsfeld aufgehoben

Nachdem alle Ergebnisse der Flächentestungen vorliegen, konnte die Quarantäne für das Seniorenzentrum St. Barbara in Grünsfeld aufgehoben werden. Damit sind wieder Besuche, Aufnahmen und Verlegungen möglich. Es ist bei einem bestätigten Infektionsfall in den Reihen des Personals geblieben. 

Aktive Fälle von Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 9. Dezember, 13.00 Uhr)

Bei besonders hoher Inzidenz Umstellung auf Wechselbetrieb möglich

Die neue Corona-Verordnung Schule ist am Dienstag, 8. Dezember, in Kraft getreten. Neu sind darin die Regelungen für Schulen in Stadt- und Landkreisen mit besonders hohen Inzidenzwerten. Ziel der Neuregelung ist, im Einzelfall einen Wechselbetrieb zwischen Präsenzunterricht und Fernunterricht zu ermöglichen.

Der Übergang in einen Wechselbetrieb ist laut der neuen Verordnung nur dann möglich, wenn in dem Stadt- oder Landkreis sowohl die Inzidenz über 200 je 100.000 Einwohner liegt als auch das örtlich zuständige Gesundheitsamt für die Gemeinde, in der die Schule liegt, ein besonderes Infektionsgeschehen feststellt. Maßgebliche Grundlage ist in jedem Fall die ausdrückliche Feststellung durch das örtlich zuständige Gesundheitsamt.

Damit ist jedoch kein Automatismus verbunden: Die konkrete Entscheidung, ob und in welcher Weise auf einen Wechselbetrieb umgestellt wird, trifft die Schulleitung. Erforderlich ist darüber hinaus sowohl das Einvernehmen mit der zuständigen Schulaufsichtsbehörde – für Schulen im Main-Tauber-Kreis ist dies entweder das Staatliche Schulamt Künzelsau oder das Regierungspräsidium Stuttgart – als auch des zuständigen Gesundheitsamtes. Dies ist für alle Schulen im Main-Tauber-Kreis das Gesundheitsamt im Landratsamt. Mit beiden Stellen muss vor einem Übergang in den Wechselunterricht Kontakt aufgenommen und deren Einverständnis eingeholt werden. „Da der Inzidenzwert im Main-Tauber-Kreis aktuell bei 101,2 liegt, kann an den Schulen im Landkreis derzeit nicht auf einen Wechselunterricht umgestellt werden“, erläutert Gesundheits- und Sozialdezernentin Elisabeth Krug vom Landratsamt.

Ausdrücklich ausgenommen vom Wechselunterricht sind die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 und 10, die im laufenden Schuljahr ihre Abschlussprüfung ablegen werden, ebenso wie die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen der gymnasialen Oberstufe, die Abschluss- und Prüfungsklassen der beruflichen Schulen sowie die Schülerinnen und Schüler der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren.

Im Wechselbetrieb sollen mindestens 50 Prozent des Unterrichtsumfangs nach Stundentafel im Präsenzunterricht erbracht werden. Bei der Organisation des Wechselunterrichts ist sicherzustellen, dass die Schülerinnen und Schüler jeweils längstens eine Woche im Fernunterricht und danach wieder im Präsenzunterricht sind.

Im Rahmen der so genannten „Hotspot-Strategie“ des Landes werden darüber hinaus die Gesundheitsämter ab einer Sieben-Tages-Inzidenz von 200 je 100.000 Einwohnern pro Woche und gleichzeitig diffusem Infektionsgeschehen im jeweiligen Stadt- oder Landkreis per Allgemeinverfügung regeln, dass die öffentlichen und privaten Sportstätten und Schwimmbäder auch für den Schulsport zu schließen sind.

Darüber hinaus wurden in der neuen Corona Verordnung Schule die Regelungen zum Zutritts- und Teilnahmeverbot angepasst. Aufgrund der landesweit neuen Quarantänebestimmungen verringert sich auch in Schulen die Dauer des Zutritts- und Teilnahmeverbots nach Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person von 14 auf zehn Tage.

Neu ist außerdem, dass eine Erklärung der Erziehungsberechtigten zum Gesundheitszustand der Schülerinnen und Schüler an Schulen sowie in Kitas nicht mehr verlangt wird. Diese Selbsterklärung, die zusätzlichen Verwaltungsaufwand mit sich gebracht hatte, ist laut der Landesregierung zwischenzeitlich aufgrund der bestehenden Regelungen für Ein- und Rückreisende entbehrlich und muss somit nach den Weihnachtsferien nicht mehr erneut vorgelegt werden. Die Corona-Verordnung Schule sowie die Corona Verordnung Kita wurden entsprechend angepasst. Die neuen Fassungen können unter www.main-tauber-kreis.de/coronavirus abgerufen werden.

 

 

 

Quelle: Main-Tauber-Kreis.de