Euro-7-Abgasnorm: Dieser Vorschlag hätte weiter gehen müssen

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Straubing (ots)

Sieben Jahre ist die Aufdeckung des Diesel-Skandals nun her. Trotz des damaligen Betrugs kommt die EU-Kommission nun abermals der Automobilindustrie entgegen. Die beschwert sich zwar, aber sollte sich vielmehr über die vorgeschlagene Euro-7-Abgasnorm freuen.

Sie ist deutlich abgeschwächter als es dem Klima gut tut. Und sie stellt die für die europäische Wirtschaft bedeutende Branche nicht vor Hürden. Die Grenzwerte sinken, ohne die Zulassung von Pkw mit Verbrennungsmotor unmöglich oder außerordentlich teuer zu machen. Die Kosten beim Neukauf eines die Regeln einhaltenden Autos würden laut Brüsseler Behörde lediglich um rund 120 Euro steigen.

Umfragen zeigen derweil, dass Verbraucher gerne etwas mehr bezahlen, wenn sie dafür keine Dreckschleuder in der Garage stehen haben. Allein bei Lkw und Bussen würde die Umsetzung der Norm eine Neuanschaffung mit etwa 2.700 Euro deutlich teurer machen. Doch der Nörgelei aus der Automobilbranche stehen überzeugende Argumente gegenüber. Die Vorteile, die für die Gesundheit der europäischen Bürger und die Umwelt entstehen, werden über die nächsten Jahrzehnte auf Dutzende Milliarden Euro geschätzt.

Auch deshalb hätte die Kommission mit ihrem Vorschlag weiter gehen müssen. Mit dem heutigen Stand der Technik können selbst Stadtpanzer die derzeitigen Grenzwerte unterschreiten – alles eine Frage von ordnungsgemäß verbauten Abgasreinigungsanlagen.

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