Klimaaktivistin Luisa Neubauer sieht Ansätze für Umdenken bei der Klimakonferenz

PHOENIX

Bonn/Sharm El-Sheikh (ots)

Die deutsche Klimaaktivistin Luisa Neubauer sieht bei der aktuellen Klimakonferenz COP27 in Sharm El-Sheikh Ansätze für ein Umdenken in der Weltgemeinschaft. Es gebe ein Verständnis dafür, dass „das Tempo und die Regeln“ zur Rettung des Klimas von den am meisten betroffenen Staaten und Regionen vorgegeben werden müsse, sagte Neubauer im Interview mit dem Fernsehsender phoenix. „Dieses Umdenken und dieses Verständnis davon, wer muss hier eigentlich vorgeben, was passiert, und auf wen sollte man hören und auf wen nicht, das ist etwas, wo wir zumindest merken, es kommt etwas voran.“ Ob sie mit dem Ergebnis der aktuellen Klimakonferenz zufrieden sei, könne sie noch nicht sagen, da „die Ergebnisse gerade noch verhandelt werden“.

Kritik übte Neubauer an der Klimapolitik Deutschlands, das sich mit einer „komplett desaströsen Klimabilanz“ präsentiert habe. „Es ist natürlich schlecht, wenn man hier auf einer Konferenz ankommt, um immer wieder neue Versprechen zu machen, und dann aber schwarz auf weiß die Botschaft mitbringt, wir haben unsere Hausaufgaben nicht gemacht“, so Neubauer. Die deutsche Politik stehe beispielhaft für die Tendenz, dass die europäischen Staaten ihre Energiekrise jetzt auf dem afrikanischen Kontinent austragen und den Staaten dort die Rechnung für ihre Abhängigkeit von russischem Gas aufdrücken wollen, indem sie neue Gasprojekte fördern und so die Klimakrise immer weiter verlängern. „Deutschland ist mit seinem Senegal-Deal, der groß im Raum steht, das Sinnbild für all das“, sagte Neubauer. Hintergrund ist die Ankündigung des Bundeskanzlers Olaf Scholz, Senegal bei der Erschließung und Förderung großer Erdgasvorkommen vor seiner Küste zu unterstützen.

Das ganze Interview finden Sie hier: https://phoenix.de/s/69

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