Klingbeil begrüßt Prüfung von Leopard-2-Beständen

Neue Osnabrücker Zeitung

Osnabrück (ots)

Klingbeil begrüßt Prüfung von Leopard-2-Beständen

SPD-Chef: Vor Entscheidung muss klar sein, was Deutschland liefern kann – „Volle Unterstützung für Vorgehen von Pistorius“

Osnabrück. SPD-Chef Lars Klingbeil hat die von Verteidigungsminister Boris Pistorius veranlasste Prüfung der deutschen Leopard-2-Bestände begrüßt. „Das ist ein richtiges Vorgehen von Boris Pistorius, das meine volle Unterstützung hat“, sagte Klingbeil im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Bevor die Bundesregierung Entscheidungen trifft, muss klar sein, was die Bundeswehr oder die deutsche Rüstungsindustrie liefern kann.“ Die Bestandsaufnahme sei auch sinnvoll, „um die Debatte zu versachlichen“.

Den Vorwurf, Berlin sei in der Frage von Kampfpanzer-Lieferungen an die Ukraine zu zögerlich, wies Klingbeil in der „NOZ“ zurück. „Mit den jüngst beschlossenen Lieferungen von Marder-Schützenpanzern sind wir hinter den USA mit Großbritannien das Land mit der größten Militärhilfe für die Ukraine. Raketenwerfer, Gepard-Flakpanzer, Panzerhaubitze 2000, Iris-T, Munition. Wir machen die Ukraine stark, damit sie sich gegen die russische Aggression verteidigen kann. Und dabei gibt es keine roten Linien.“

Und dabei werde es keine Alleingänge geben, so Klingbeil weiter: „Alles, was wir tun, tun wir abgestimmt mit unseren Bündnispartnern.“ Das Vorgehen von Olaf Scholz sei „genau richtig“, stärkte der SPD-Chef dem Kanzler den Rücken: „Es wird vertraulich miteinander gesprochen, es werden gemeinsame Entscheidungen gefällt, und dann wird verkündet. Und es wird jeden Tag aufs Neue geprüft, wie wir die Ukraine am besten stärken können.“

Bevor Berlin Warschau erlauben könne, selbst Leopard-Kampfpanzer an die Ukraine zu liefern, „müssten erst einmal konkrete Anträge aus Polen vorliegen“, erklärte Klingbeil in der „NOZ“. Diese würden dann gründlich bewertet werden.

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