Kopfschütteln / Kommentar von Sonja Werner zur telefonischen Krankschreibung

Allgemeine Zeitung Mainz

Mainz (ots)

Es gibt Neuerungen aus der Zeit der Pandemie, die sich bewährt haben – und auch mit dem veränderten Infektionsgeschehen durch die Omikron-Varianten weiter Sinn haben. Die Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung für Patienten mit leichten Erkältungssymptomen gehört dazu. Fast während der gesamten Zeit der Pandemie wurde diese immer wieder verlängert oder erneut aktiviert. Mit großem Nutzen: So werden unnötige Kontakte bei einer milden Corona-Infektion, aber auch einer normalen Erkältung, vermieden und gleichzeitig die Arbeitsbelastung in den Praxen gemindert. Nur den (dröhnenden) Fieber-Kopf schütteln kann man daher, wenn es für Schnupfnasen aktuell heißt: „Bitte kommen sie zur Ausstellung der Krankschreibung persönlich zu uns in die Sprechstunde.“ Wie bitte? Und das mitten in der aktuellen Sommerwelle mit hohen Krankenständen? Viele Ärzte werden zwar irgendwie versuchen, das zu vermeiden. Sie hoffe, die Praxen würden dies „individuell und vernünftig“ regeln, sagt etwa eine Vertreterin der Ärzteschaft. Andere Praxen halten sich aber strikt an die Vorgabe. Müssen sie ja streng genommen auch. Da allerdings Corona nicht erst im Herbst wieder, sondern eben auch schon jetzt im Sommer ein Thema ist, sollte die Telefon-Option schnellstmöglich wieder eingeführt werden. Es sollten sich doch Vertreter der Patienten, Ärzte und politisch Verantwortliche finden, die das forcieren können. Und die einfach zugeben, dass sie die Sommerwelle mit BA.5 schlicht nicht auf dem Plan gehabt haben.

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