Kosovarische Außenministerin: Serbien von europäischen Werten und Prinzipien weit …

PHOENIX

Bonn (ots)

Die kosovarische Außenministerin Donika Gërvalla-Schwarz hat nach dem Westbalkan-Gipfel in Berlin die Europäische Union aufgefordert, sich eindeutiger gegen die Staaten zu positionieren, die sich auf dem Westbalkan nicht nachdrücklich zur EU bekennen würden. „Es ist unbedingt notwendig, dass die Sprache der EU klarer wird“, erklärte die Außenministerin im Fernsehsender phoenix und sah Serbien als unsicheren Kantonisten für eine europäische Zukunft an. „Wenn man Serbien nicht klarmacht, dass man nicht mit der EU und dem Aggressor Russland gleichzeitig gehen kann, dann müsste man sich um den Frieden und die Stabilität unserer Region Sorgen machen“, fügte Gërvalla-Schwarz hinzu. Verfolge das Nachbarland des Kosovo weiter einen de facto pro-russischen Kurs, müsse man sich von der Idee trennen, dass Serbien Mitglied der EU werden könne. Natürlich bräuchte auch Serbien finanzielle Unterstützung der EU. „Aber zur EU gehört nicht nur das Geld, dazu gehören auch die europäischen Werte und Prinzipien, und da ist Serbien ganz weit von entfernt“, kritisierte Gërvalla-Schwarz.

Im Kosovo hätten sich die Bürger längst für eine EU- und Nato-Mitgliedschaft entschieden. Zwischen 80 und 90 Prozent votierten in Umfragen für einen Beitritt. „Das sind Werte, die werden sie in keinem anderen Land, nicht nur nicht auf dem westlichen Balkan, sondern auch nicht in allen Mitgliedsstaaten der EU finden“, war die kosovarische Außenministerin überzeugt. Ihr Land werde noch in diesem Jahr einen Antrag auf Aufnahme in die Europäische Union stellen, so Gërvalla-Schwarz, die sich fragte: „Wie schnell wird die EU in der Lage sein, diejenigen unter den westlichen Balkanstaaten, die eine europäische Integration anstreben, hereinzuholen.“

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