Letzte Chance: Naturfreundejugend fordert gerechte Finanzierung für Klimaschäden vor …

Naturfreundejugend Deutschlands

Berlin (ots)

„Wir leiden unter den Klimafolgen und kritisieren die mangelnde Übernahme der Verantwortung der Staaten des globalen Nordens. Der Vorschlag der deutschen Bundesregierung, 170 Millionen Euro für einen „Global Shield“ für Schäden und Verluste bereitzustellen, ist unzureichend und ungerecht. Die Bundesrepublik ist für 2 Prozent der globalen Kohlenstoffemissionen verantwortlich. Die wirtschaftlichen Kosten für Verluste und Schäden in den Ländern des globalen Südens werden bis 2030 auf bis zu 580 Milliarden Dollar erwartet.“, so Mamadou Sylla, Vertreter des Jugendverbandes Naturfreundejugend Senegal (Association Sénégalaise des Amis de la Nature) und Advocacy Coordinator der Loss and Damage Youth Coalition auf der COP27. „Gleichzeitig lenkt der „Global Shield“ von der eigentlichen Verantwortung von Reparationszahlungen für vergangene und künftige Schäden und Verluste ab. Eine praktikable Lösung ist nur die Einrichtung einer Loss and Damage Finance Facility, also eines Fonds für leicht zugängliche Schadensersatzzahlungen.“

Deutschland hat gemeinsam mit den G7-Staaten auf der Klimakonferenz angekündigt, einen „Global Shield“ zur Finanzierung von Sozialschutzsystemen und Klimarisikoversicherungen bereitzustellen. Erst gestern kündigte die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock auf ihrem Weg zur Klimakonferenz an, dass die Forderungen der vom Klimawandel stark betroffenen Länder nach Schutz vor Verlusten und Schäden „zu Recht“ eingefordert werden. Junge Klimaaktivisten der Naturfreundejugend aus Senegal und Deutschland fordern von der deutschen Bundesregierung und Annalena Baerbock alle Anstrengungen zu unternehmen, in den letzten Tagen der COP27, einen klaren und umfassenden Finanzierungsmechanismus für Verluste und Schäden einzurichten. Dafür muss sich Deutschland für ein Agreement für Schadensersatzzahlungen, statt für Klimarisikoversicherungen stark machen und seine Zahlungszusagen drastisch erhöhen. Gleichzeitig bedarf es endlich ausreichender Maßnahmen zur Reduktion der Treibhaus-Emissionen.

Die Naturfreundejugend Deutschlands (NFJD) und die Association Sénégalaise des Amis de la Nature (ASAN) sind Teil einer weltweiten Bewegung der NaturFreunde. Zusammen mit anderen Organisationen bauen sie ein Netzwerk globaler Partnerschaften für Klimagerechtigkeit, Jugendbegegnungen, Dekolonialisierung und globale Gerechtigkeit auf. Die NFJD ist der eigenständige Jugendverband der NaturFreunde Deutschlands und wurde im Jahr 1926 aus der Arbeiter*innenbewegung heraus gegründet. ASAN hat sich 1983 im Senegal als Nichtregierungsorganisation für Naturschutz, gegen Wüstenausbreitung und damit für den Schutz natürlicher Voraussetzungen menschlichen Lebens vor Ort gegründet. Später ist ASAN Mitglied der NaturFreunde International geworden und stellt seit 2007 den Präsidenten des Afrikanischen Netzwerks der Naturfreunde.

Pressekontakt:

Mamadou Sylla (Association Sénégalaise des Amis de la Nature)
E-Mail: sylla.mamadou1012@gmail.com
Telefon: +33 749 608966
Kontakt nur in Englisch und Französisch möglich.

Frank Hoppe (Naturfreundejugend Deutschlands)
E-Mail: frank.hoppe@naturfreundejugend.de
Telefon: +49 176 66370398

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Quelle: Presseportal.de

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