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Halle/MZ (ots)

Die erhöhte Terrorgefahr trifft in Deutschland auf eine Gesellschaft, die in den vergangenen Jahren von Krise zu Krise geschlittert ist. Eine zunehmend gereizte Gesellschaft, in der Debatten häufiger laut und unversöhnlich ausgetragen werden und in der immer weniger Platz ist für die Graustufen zwischen schwarz und weiß. In einer solchen Lage geraten schnell auch die Falschen ins Visier und unter Druck. Dass die Aufforderungen an islamische Verbände, sich offener und ehrlicher mit muslimischem Antisemitismus zu beschäftigen, sich zu distanzieren, nach dem 7. Oktober lauter geworden sind, ist richtig. Dass die Sicherheitsbehörden Islamisten sowie Antisemiten weniger Spielraum lassen, war längst überfällig. Es darf jedoch nicht dazu kommen, dass Muslime in Deutschland unter Generalverdacht gestellt werden.

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