Moldauische Präsidentin Maia Sandu eröffnet das European Forum Alpbach

Europäisches Forum Alpbach

Wien (ots)

Europäische Politiker:innen, Notenbankchefs, Aktivisten:innen und mehrtägige Workshops: Die neue Programmstruktur des European Forum Alpbach setzt auf Vielseitigkeit

Die moldauische Präsidentin, Maia Sandu, wird am 22. August gemeinsam mit Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen an der Eröffnung des diesjährigen European Forum Alpbach (EFA) teilnehmen. Zum Auftakt des Events werden sie sich gemeinsam dem EFA-Jahresthema The New Europe widmen und darüber diskutieren welche Konsequenzen angesichts des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine Europa aus seiner derzeitigen Schwäche und seiner Untätigkeit in der Vergangenheit ziehen muss. Darüber hinaus werden sich auch Bundeskanzler Karl Nehammer, Shalini Randeria, die neue Rektorin der Central European University sowie der Erste Vizepräsident des Europäischen Parlaments Othmar Karas an diesem Abend zum EFA-Jahresthema austauschen.

Zudem werden auch heuer wieder weitere internationale Spitzenpolitiker:innen vor Ort sein. Darunter etwa EU-Entscheidungsträger wie Josep Borrell, Hoher Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, und Staatsgäste aus dem Westbalkan wie Edi Rama, Premierminister von Albanien.

Die 77. Edition des Events findet von 21. August bis 2. September in Alpbach statt und ist entlang der vier großen Herausforderungen für Europas Zukunft konzipiert:

The Climate Opportunity, Securing Europe’s Future in a Globalised World, The Financing of Europe’s Future sowie heuer neu The Future of Democracy and the Rule of Law in Europe. Diese thematischen Tracks werden von Vertreter:innen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutiert. Der Event erstreckt sich über zwei Wochen: In der Conference Week, von 22. bis 27. August, erwarten Besucher:innen zahlreiche Vorträge, Chats und Hikes. In der zweiten Woche, der Lab Week, von 27. August bis 2. September, werden Teilnehmende vor allem dazu eingeladen, inhaltlich mitzuwirken.

OFFENE WORKSHOPS, ENGAGIERTE AKTIVIST:INNEN UND INTERNATIONALE EXPERT:INNEN.

In mehrtägigen Workshops, die allen Teilnehmer:innen der Lab Week zugänglich sein werden, wird man sich vertiefend mit den Schlüsselfragen zu Europas Zukunft auseinandersetzen und bekommt die Möglichkeit, mit internationalen Stakeholdern sowie renommierten Expert:innen in einem exklusiven Rahmen an ausgewählten Themen zu arbeiten. Etwa im Workshop „European Finance in Time of Disruption“, wo man sich den Gefahren widmet, dass Handels- und Finanzströme erschwert werden sowie das Kapital abgewertet und vernichtet wird. Drei Tage lang können sich Teilnehmende etwa mit der ehemaligen portugiesischen Finanzministerin Maria Luís Albuquerque oder Rolf Strauch, dem Chefökonomen des European Stability Mechanism (ESM) und der European Financial Stability Facility (EFSF), austauschen und gemeinsam Vorschläge entwickeln, wie die Stabilität der Kapitalmärkte gewährleistet werden kann.

Beim Workshop „Climate Action Game: Co-Creating the Future” hingegen dreht es sich darum, wie man Klimaschutzmaßnahmen wirksam einleitet. Besucher:innen des European Forum Alpbach können ein Klimaszenario-Tool des MIT Sloan testen, um unter anderem mit Alexandra Bolena, Geschäftsführerin von Bolena Impact-Investments klimapolitische Maßnahmen zu erkunden und deren Wirksamkeit für nachhaltiges Handeln zu testen. Friedhelm Boschert, Mitgründer des Mindful Finance Institute liefert in diesem Zusammenhang spannende Aspekte aus dem Bereich Achtsamkeit im Finanzwesen.

Fünf europäische Notenbankchefs am Prüfstand.

Der offene Austausch der Teilnehmer:innen und der generationenübergreifende Dialog machen das European Forum Alpbach in Europa zu einem besonderen und vor allem einzigartigen Event. Stipendiat:innen aus der ganzen Welt tauchen an den Vormittagen in maßgeschneiderte Seminare ein, am Nachmittag werden sie dann selbst zum Teil des Programms – etwa mithilfe kreativer und partizipativer Formate, wo Studierende die Diskussion aktiv mitgestalten. Fünf Stipendiat:innen erhalten am 30. August die Möglichkeit, auf der Stage „Inflation: Can Central Banks Cope?“ gleich fünf europäische Notenbankchefs mit ihren Fragen rund um die Inflation zu konfrontieren. Robert Holzmann von der Österreichischen, Yannis Stournaras von der Griechischen, Madis Müller von der Estnischen und Pierre Wunsch von der Belgischen sowie Stefan Ingves von der Schwedischen Nationalbank – müssen sich den Fragen der Generation von morgen stellen.

Die Zukunft Europas gemeinsam gestalten.

Eine aktive Mitarbeit aller Teilnehmenden ist aber auch in anderen Formaten erwünscht – etwa den neuen „Chats“ des EFA. Laura Codruța Kövesi, Leiterin der Europäischen Staatsanwaltschaft, wird am 31. August unter anderem mit Justizministerin Alma Zadić gemeinsam der Frage auf den Grund gehen, warum die EU derzeit Schwierigkeiten hat, das Problem der Autokratisierung in verschiedenen Mitgliedstaaten und in ihrer Nachbarschaft zu bewältigen.

Aktivistin und Mitgründerin der Climate Crisis Advisory Group, Tara Shirvani, wird während einem „Hike“ Rede und Antwort stehen und stellt die Frage, ob es sich bei Lösungen fürs Geo-Engineering nur um eine Menge heißer Luft handelt? Mit Spannung erwartet wird auch die Stage am 28. August mit Selime Büyükgöze, türkische Frauenrechtlerin und feministische Aktivistin, und Taciana Niadbaj, Präsidentin von PEN Belarus und Menschenrechtsaktivistin. Thema ist, wie jede:r Bürger:in es schaffen kann, autokratische Regierungsstrukturen herauszufordern. Büyükgöze und Niadbaj werden spannende Einblicke in ihre Arbeit und Erfahrungen geben.

Einen Tag darauf, am 29. August, geht es auf der Stage „Too little Too Late? A Much-needed Vision for a Capital Markets Union” spannend weiter. Kaidi Ruusalepp, ehemalige CEO der Nasdaq Tallinn Stock Exchange sowie Gründerin und CEO von Funderbeam, einer auf Blockchain spezialisierten globalen Finanzierungs- und Handelsplattform, wird sich mit Nicoletta Maschera, Leiterin der Abteilung Finanzsektor- und Marktanalyse des European Stability Mechanism (ESM), und Birgit Niessner, Direktorin der Abteilung Volkswirtschaftliche Analyse und Research der OeNB darüber austauschen, wer die Partner und Verbündeten sind, wenn es darum geht, vorliegende Vorschläge für eine Kapitalmarktunion in der EU in die Praxis umzusetzen.

Auch die Frage der militärische Verteidigung Europas wird erörtert: Generalmajor und Chefplaner des Bundesheeres, Bruno Hofbauer, wird bei einer Wanderung mit dem berühmten Erstaufdecker der Russischen Offensivpläne und weltweit gefragtem Militärexperten Michael Kofman über nötige weitere Schritte diskutieren.

Eine detaillierte Programmübersicht mit allen Inhalten finden Sie unter www.alpbach.org

Pressekontakt:

Ankica Nikolić
Head of Unit Communications
European Forum Alpbach
presse@alpbach.org
+43 676 83 62 42 25

Original-Content von: Europäisches Forum Alpbach, übermittelt durch news aktuell

Quelle: Presseportal.de

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