Nahost-Reise: Biden kommt mit fast leeren Händen zurück

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Straubing (ots)

In den Augen seiner Landsleute ist der Präsident mit leeren Händen in seine Heimat zurückgekehrt. Fast, zumindest. Sie erwarten von ihm, etwas gegen die Inflation zu unternehmen. Dafür zu sorgen, dass die Spritpreise wieder runtergehen. Doch der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman hat sich nicht zu konkreten Zusagen bewegen lassen, mehr Öl auf den Weltmarkt zu pumpen, um so die Preise zu drücken, unter denen die Amerikaner ächzen. Und „MBS“ wird sich auch nicht davon abhalten lassen, vom Diktator in Moskau weiter billig Öl für den heimischen Markt zu kaufen.

Für ihn war der Besuch des Mannes aus Washington ein voller Erfolg. Dass Biden abermals den Mord an Jamal Khashoggi erwähnt hat, dürfte ihm herzlich egal sein. Biden hatte im Wahlkampf nach der bestialischen Tat angekündigt, den Ölprinzen als Paria ächten. Nun haben realpolitische Zwänge ihn dazu gebracht, dem Wüstensohn zwar nicht die Hand zu geben, aber immerhin die Faust. Der hat ihn mit vagen Ankündigungen abgespeist. Für Biden zu wenig, um zu Hause damit glänzen zu können. Dabei ist er gerade mit Blick auf die Wahlen im November dringend auf positive Nachrichten angewiesen, mit denen er die Wähler erfreuen kann. Diesmal hatte er sie nicht im Gepäck.

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