Oliver Masucci kocht im Hotelzimmer Rouladen für Hollywood-Star

Neue Osnabrücker Zeitung

Osnabrück (ots)

„Tabasco im Kulturbeutel immer im Reisegepäck“ – „Illegale Corona-Party mit Mads Mikkelsen“

Schauspieler Oliver Masucci (55) geht mit einer mobilen Küche auf Reisen und kocht im Hotelzimmer: „Ein Multi Cooker reicht schon – ein elektrischer Topf, der an die Steckdose kommt“, beschrieb der Schauspieler seine Ausstattung in der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ). „Dazu noch ein Schneidebrett, ein Messer, einen Kochlöffel. Eine Gewürzbox habe ich auch immer dabei.“

In England, bei den Dreharbeiten zum Potter-Film „Phantastische Tierwesen: Dumbledores Geheimnisse“, habe er so mit Mads Mikkelsen eine illegale Corona-Party gefeiert: „Am Set konnten wir uns kaum kennenlernen, weil immer einer in Quarantäne war. Also haben wir ein heimliches Essen geplant“, sagte Masucci. „Ich wohnte in einem Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert, im Fünf-Sterne-Hotel ‚The Grove‘. Weil der Fitnessbereich gesperrt war, hatte man mir einen zweiten Raum mit Sportgeräten gestellt. Viel Platz zum Kochen!“

Gekocht habe Masucci nach einem alten Familienrezept: „Ich habe das Fleisch mit Gurken, Senf und Speck eingerollt, mit Sellerie und Karotten angebraten und dann mit Rotwein und Brühe aufgegossen. Von meiner Oma weiß ich, dass man Rouladen mit Zuckercouleur dunkel einfärbt. Das ist in England nicht zu bekommen, also habe ich es schnell selbst gemacht: Zucker karamellisieren, bis er dunkel wird, dann mit Wasser einen Sirup anrühren“, so Masucci. „Im Instant-Topf habe ich dann alles bis auf die Druckstufe erhitzt. Dann bin ich mit meiner Freundin und den noch kochenden Rouladen zu Mads gefahren. Die Klöße haben wir in seiner Künstlerwohnung gemacht – und dann eine wunderbare illegale Corona-Party gefeiert.“

Im Interview gab Masucci auch den Inhalt seiner Reise-Gewürzbox preis: „Pfeffer, Salz, Oregano, Thymian – und Muskatnuss, falls ich mal eine Lasagne machen will“, habe er immer dabei. „Dann Liebstöckel für Suppen; den gibt’s auch als Pulver. Majoran, Lorbeer, Paprika und griechische Peperoni – die brauche ich für die Arrabiata und für überbackenen Schafskäse. Tabasco kommt immer in meinen Kulturbeutel, damit es am Flughafen keine Probleme gibt. Dann noch Kapern – und viel mehr braucht man nicht. Den Rest kaufen Sie einfach vor Ort!“

Auf die Frage, ob Rezepte mit weniger Zutaten für schmale Hotelschreibtische nicht besser seien, sagte der Schauspieler: „Das ist falsch gedacht.“ Erstens gäbe es gar keine einfachen Gerichte. Und zweitens: „Das ist ja der Spaß: komplexe Dinge auf kleinstem Raum machen.“

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