Partnerstädte Wertheim.Bibliotheken wollen Austausch pflegen.Internationale Konferenz in Szentendre/Ungarn

Bild : Lesesaal der Zentralbibliothek Ervin Szábo in Budapest

 

 

Pressemitteilung von Donnerstag, 23. April 2015
Stadt Wertheim

Bibliotheken wollen Austausch pflegen
Internationale Konferenz in
Szentendre/Ungarn

Wertheim. Die Bibliothek in der ungarischen Partnerstadt
Szentendre feiert dieses Jahr ihr 40jähriges Bestehen. Aus Anlass des
„International Special Librarian’s Day“ veranstaltete sie deshalb eine Konferenz
mit dem Thema „Rezeption und Akzeptanz“. Auf Initiative der Bibliotheksleiterin
Klára Nincsevics hatte die Stadt Szentendre auch die Bibliotheken der
Partnerstädte eingeladen und um einen Beitrag zum Nutzerverhalten erwachsener
Leser gebeten. Der Einladung folgten Michaela Stock, Leiterin der Stadtbücherei
Wertheim, sowie ihre Kolleginnen aus Zalau (Rumänien), Targu Secuiesc (Rumänien)
und Uusikaupunki (Finnland).

Der Eröffnung des Kongresses durch die
Bibliotheksleiterin und einem Grußwort von Bürgermeister Miklós Verseghi-Nagy
schlossen sich verschiedene Fachvorträge an. Dabei wurde ein Programm
vorgestellt, das die Einrichtung von Büchereien in jeder Ortschaft fördert. Dazu
leistet die Regierung finanzielle Hilfe und die Bezirksbibliothek personelle und
technische Unterstützung. Dieses System ist noch im Aufbau, jedes Jahr werden
neue Büchereien eröffnet oder vorhandene modernisiert.

 

Weitere Beiträge
beleuchteten die Veränderung der gesellschaftlichen Strukturen und die
Konsequenzen für Bibliotheken. Deren Aufgabe sei es, vor allem für Kinder durch
Angebote in den eigenen Räumen oder die Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen
wieder Gemeinschaften zu schaffen. Auch wurde die Frage aufgeworfen was Heimat
für jedes Individuum bedeutet und was identitätsstiftend ist. Als Ergebnis
wurden genannt: Kultur, Sprache und Religion. Dazu passte auch die Frage nach
den Nationalitäten der meistgelesenen Autoren in den jeweiligen Ländern. Es
stellte sich heraus, dass in Wertheim unter den 20 meistgelesenen Autoren 55
Prozent Deutsche sind, in Uusikaupunki in Finnland sind es sogar 75 Prozent
einheimische Autoren, während es in Ungarn und Rumänien jeweils weniger als die
Hälfte sind.

148910P Ungarn Stadtbüchere RayMedia.de 27.04.2015

Bild :Austausch der Bibliothekarinnen bei der internationalen Konferenz in Szentendre. Michaela Stock (Dritte von links), Leiterin der Stadtbücherei Wertheim, im Kreis ihrer Kolleginnen.

.

Am Nachmittag trugen die Gäste aus den Partnerstädten ihre
Ergebnisse über das Nutzerverhalten erwachsener Leser vor. Edith Kobór,
zuständig für Beziehungen zu den Partnerstädten bei der Stadt, übersetzte die
Vorträge ins Ungarische. Die gewünschten Daten für den Kurzvortrag zu ermitteln,
war schwieriger als gedacht, denn ungarische Bibliotheken verwenden eine andere
Aufstellungssystematik als Öffentliche Bibliotheken in Deutschland. So war ein
direkter Vergleich nicht möglich, aber letztendlich ging es um einen Einblick in
das Bibliothekssystem des jeweiligen anderen Landes. Und der war sowohl für die
rund 100 Teilnehmer der Konferenz aber auch für die Vortragenden sehr spannend
und interessant.

Am nächsten Tag stand die Unterzeichnung eines Memorandums
auf dem Programm. Es formuliert als Ziel, die Zusammenarbeit und die Beziehungen
der Partnerstädte auf das Bibliothekswesen auszuweiten und nach diesem ersten
Treffen zu vertiefen. Danach ging es auf Tour zu Bibliotheken im Bezirk und in
Budapest. Die Büchereien im Bezirk waren hervorragende Beispiele für das bereits
erwähnte Förderprogramm der Regierung. Ein Besuch der Fövárosi Szabó Ervin
Könyvtár (Zentralbibliothek Ervin Szabó) in Budapest sowie eine Führung in der
Nationalbibliothek Országos Széchényi Könyvtár schlossen sich an.

 

 

Michaela
Stock, Leiterin der Stadtbücherei Wertheim, wird die Konferenz in guter
Erinnerung behalten: „Die Organisation und die Betreuung des Besuchs in
Szentendre waren hervorragend“. Wesentlich dazu beigetragen hat Jolanda
Willemse, Vorsitzende des Vereins für Internationale Beziehungen. Sie hat sich
während der gesamten Zeit um die Gäste aus den Partnerstädten gekümmert, hat
während der Konferenz alles ins Englische übersetzt und für einen guten Ablauf
Sorge getragen. Zwei Bibliothekare haben die Bibliothekstour begleitet, so dass
auch immer Fragen möglich waren und ein reger Austausch in Gang gekommen
ist.
—–

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Stadtverwaltung
Wertheim

 

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