Tommi Schmitt neigt zu Selbstzweifeln und will „Wohlfühl-Fernsehen“ etablieren

Neue Osnabrücker Zeitung

Osnabrück (ots)

Tommi Schmitt neigt zu Selbstzweifeln und will „Wohlfühl-Fernsehen“ etablieren

„Gemischtes Hack“-Star und ZDFneo-Moderator will seine TV-Gäste nicht fertigmachen

Osnabrück. Der Podcaster und ehemalige Comedy-Autor Tommi Schmitt (33) ist privat alles andere als Social-Media-affin. Im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) sagte er: „Ich bin da sehr Boomer-haft. Ich bin wie ein 60-Jähriger, gefangen im Körper eines 33-Jährigen.“ Er würde etwa nie auf die Idee kommen, „mit einem Kindle in den Urlaub zu

fliegen“, sondern würde eher mehr Gepäck aufgeben, um mehr Bücher mitnehmen zu können.

Sein Karrieresprung vom Podcaster als Tandempartner von Felix Lobrecht bei „Gemischtes Hack“ zum Moderator seiner eigenen Fernsehsendung „Studio Schmitt“ sei eher zufällig entstanden, gesteht Schmitt. Er habe, als er noch als Autor für „Late Night Berlin“ tätig gewesen sei, bei einem Gastauftritt in der Sendung gemerkt, dass es ihn auch reize, vor der Kamera zu stehen. Zuvor habe er Mini-Auftritte vor der Kamera noch abgelehnt. „Ich fand es immer super, Gags zu schreiben und dann zu sagen: ‚Macht ihr mal, ich geh nach Hause‘.“ Hätten ihn die Mechanismen durch den Erfolg von „Gemischtes Hack“ nicht ins Fernsehen „geschubst“, hätte er es wohl nie ausprobiert, so der gebürtige Detmolder.

In seiner Sendung auf ZDFneo ist Schmitt dafür bekannt, gerne andere Prominente nachzumachen: etwa den früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder, Schauspieler Ralf Möller oder Rainer Calmund. Sollte er einmal mit allen dreien in einem Raum sein, wüsste er nicht, worüber er mit ihnen reden sollte, verrät Schmitt. „Aber wahrscheinlich kriege ich von allen erst mal eine aufs Maul, weil ich die immer versuche zu imitieren.“

Obwohl dem Multitalent aktuell vieles gelingt und er sich in der Medienbranche einen Namen gemacht hat, erlebte Schmitt auch schon weniger schöne Momente. Etwa, als er im Comedy-Format „LOL – Last One Laughing“, produziert von Michael Bully Herbig für die Streamingplattform Prime Video, als Erster rausflog. In der zweiten Staffel LOL, an der unter anderen auch Klaas Heufer-Umlauf, Bastian Pastewka und Anke Engelke teilnahmen, habe er sich fehl am Platz gefühlt. Für ihn sei das allerdings kein Grund, Trübsal zu blasen. Er versuche dann „im Nachhinein zu Hause nicht so zu sein, dass ich denke: ‚Oh Gott, wie peinlich‘, sondern es irgendwie amüsant zu finden.“ So gehe er allgemein mit eigenen Fehlern um. „Ich versuche in der Retrospektive mich über mich selbst lustig zu machen. Das hilft, weil ich ansonsten auch eher ein Mensch bin, der zu Selbstzweifeln neigt“, so Schmitt.

Über seine eigenen Sendungen – die Late Night Personality Show „Studio Schmitt“ und das neue Format „Draußen“ – sagte der 33-Jährige: „Ich versuche einfach, ganz normal mit den Leuten zu reden. Ich bin auch nicht der große Journalist dabei, der auf Biegen und Brechen irgendwas rauskitzeln will, was sofort zitierfähig ist.“ Er wolle vielmehr, dass sich die Leute im Publikum und seine Gäste auf der Studiocouch wohlfühlen.

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Quelle: Presseportal.de

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*