Wirtschaftsminister will Verbot neuer Gasheizungen

Die muss ausgetauscht werden: Gas-Heizung aus den 90ern, über dts Nachrichtenagentur


Foto: Die muss ausgetauscht werden: Gas-Heizung aus den 90ern, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeswirtschaftsminister Habeck (Grüne) will jetzt ein Verbot von neuen Gasheizungen. In der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“ sagte Habeck am Sonntagabend: „Das heißt, neuen Einbau von neuen Gasheizungen in die Häuser, damit sollten wir aufhören. Wir sollten die Gebäudedämmung massiv nach vorne bringen. Dafür die notwendigen Geldmittel bereitstellen. Aber auch die Standards so anheben, dass der Gasverbrauch gesenkt wird.“

Gleichzeitig warnte Habeck aber auch erneut vor einem schnellen Ausstieg aus russischem Gas.

Der Grünen-Politiker sagte: „So weit sind wir noch nicht. Wenn ich es noch sagen darf, die Durchschnittsrechnungen, die immer angestellt werden, dann sinkt eben das Wachstum um zwei, drei Prozent, darf man nicht so übersetzen, dass dann das Einkommen von allen zwei, drei Prozent geringer wird, dann würden wir alle sagen, okay, natürlich, das ist der Preis ja zehnmal wert. Und wenn es 10 Prozent runtergeht, aber es heißt eben, dass in bestimmten Regionen, in bestimmten Branchen, die auf Gas angewiesen sind, in bestimmten Regionen Deutschlands, die den Gaszufluss dann nicht mehr bekommen, es kalt wird oder die Arbeitsprozesse komplett zusammenbrechen.“ Auch deshalb sei es nötig den Gasverbrauch insgesamt zu senken.

„Da können wir alle mit dazu beitragen, indem wir weniger Gas verbrauchen.“ In der Diskussion um Entlastungen wegen hoher Energiepreise sagte Habeck, es werde keinen Tankrabatt geben, wie ihn Finanzminister Lindner (FDP) vorgeschlagen hatte. „Der Tankrabatt war gut gemeint. Und ich glaube nicht komplett zu Ende argumentiert.“

Habeck ergänzte es brauche auch eine Marktwirkung: „Also, wenn es einen Cut (gibt) und der Staat alles bezahlt, egal wie man sich benimmt, wie viel Energie man verbraucht, egal wie weit man fährt, den Rest zahlt immer der Staat. Das ist ja kein effizientes System.“

dts Nachrichtenagentur

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