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Frankfurt (ots)

Es ist wenigstens ein Signal, könnte man optimistisch sagen. Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Staaten haben sich geeinigt – allen Beschwörungen zum Trotz, dass sie zerstritten seien, dass die EU-Schwergewichte Deutschland und Frankreich nicht mehr an einem Strang zögen. Man kann den Kompromiss nachlesen: Die Regierungen der EU-Staaten wollen die hohen Energiepreise drücken, die bei Menschen und Unternehmen in Europa Existenzängste hervorrufen. Doch mehr als dieses hoffnungsvolle Signal, dass sie die Nöte verstanden haben, konnten die Regierungen vom EU-Gipfel nicht senden. Und selbst dieses Signal kommt spät, hoffentlich nicht zu spät. Man hätte glauben können, dass die EU-Staaten Lehren aus der Corona-Pandemie gezogen hätten. 2020 dauerte es nur wenige Monate, dann war ein bis dahin beispielloses Wiederaufbaupaket geschnürt. Gegen das Krisenbündel aus Krieg, hohen Energiepreisen, galoppierender Inflation und Erderwärmung müsste ein ähnliches Paket geschnürt werden.

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